| Bericht
- Songwriters-in-the-Round am 30.04.2005 im Rickenbackers Music-Inn
Berlin hatte seit Langem einen lauen April-Abend, überall war Tanz
in den Mai angesagt und im Rickenbackers-Music-Inn zum 34.Mal Tom Cunningham´s
Songwriters-in-the-Round. Dafür war eine großartige „musikalische
Invasion“ aus Hamburg angekündigt mit den 3 Featured Writers
Stephanie Hundertmark, Michy Reincke und Michael Krebs.
Woher
Rickenbacker´s Uwe plötzlich einen Blüthner-Flügel
hatte, habe ich nicht erfragt, aber er passte grandios zum einschmeichelnden
Klavierspiel von Stephanie Hundertmark,
die mit ihren
gefühlvollen Songs sofort das Publikum begeisterte. In der gleichen
Woche hatte sie im ZDF-Film „Außer Kontrolle“ ihre phantastische
Stimme der Hauptdarstellerin „geliehen“ und ihre Songs waren
musikalisch tragend. Ein Projekt, mit dem sie gleichzeitig ihre neue CD
„Wishlist“ promoten konnte.
„You can’t get any closer than this” - von eben dieser
CD - war einer jener Songs dieses Abends, mit denen Sie die Herzen aller
erreichte, sehr authentisch, ehrlich und ausgereift – Gänsehaut
pur!

Michy Reincke ist einer der Größen der Hamburger
Singer-/Songwriter-Szene, der nicht nur mit seinen eigenen Songs seit
Jahren erfolgreich ist, sondern ebenso als Produzent mit eigenem Label
in dieser Szene äußerst aktiv wirkt. Er stellte Songs seiner
aktuellen CD „Mach dein Herz laut“ vor und war total begeistert,
wie schnell sich das Publikum von ihm zum Mitsingen animieren ließ…
das ist eben das mitgehende Publikum in Berlin, vor allem im Rickenbacker´s,
wenn Tom zu seiner Show einlädt. Natürlich durfte sein „Taxi
nach Paris“ auch an diesem Abend nicht fehlen – ebenfalls
mit großartiger Unterstützung des Publikums. Was aber ebenso
beeindruckte war sein gefühlvolles Mundharmonikaspiel z.B. bei Songs
von Stephanie.
Einen
musikalisch interessanten Spagat vollführte Michael
Krebs, der mit seinem gekonnten Klavierspiel sowohl überraschte,
als auch total begeisterte. Klassisch und dramatisch das Intro zu seinem
frechen, witzigen Song „Das Ding von Heinz“ – einfach
oberköstlich! Sein Auftritt – stets begleitet von einem „Marsch“
über die Bühne zum Klavier mit der ALDI-Tüte – war
bereits erheiternd, dann aber seine immer wieder durchdringenden Adaptionen
auf Richard Clayderman oder sein „Hausverbot bei ALDI“ –
kaum zu toppen! Das Publikum brach in Lachsalven aus, auch über seine
An-, Zwischen- und Abmoderationen, eine ganz andere Facette der Singer-/Songwriter-Szene,
aber ein echter Gewinn. Wir wünschen ihm mit seinem Comedy-Pop beste
Erfolge!

Tom Cunningham überrascht derzeit sein Publikum ständig
mit neuen Songs, von gefühlvoll, tiefgründig bis rockig oder
erheiternd. Während seiner Auslandsaufenthalte, so erst kürzlich
wieder in Schweden, ist er offensichtlich besonders kreativ. So schaffte
er es wohl endlich – vor allem auch für sich selbst - einen
Song über seinen Vater zu schreiben, der ihn selbst sehr bewegte.
Von seiner aktuellen CD stellte er auch erstmals Solo „Rough Mix“
vor, ein sehr schöner, eingängiger Rocksong, der zum Mitmachen
anregte. Tom ist inzwischen bekannt für seine phantastischen Gitarrenimprovisationen
bei allen Songs der Runde und auch an diesem Abend beweis er sich wieder
einmal mehr als absoluter Profi und brachte sich musikalisch vielfach
ein – einfach KLASSE!

Michael Krebs, Stephanie Hundertmark, Michi Reincke
Tom Cunningham
Auf dem 5. Stuhl
gab es wieder einmal jene musikalische Vielfalt, die die Songwriter-Shows
noch interessanter machen und für viel Abwechslung sorgen.
Jamie Gray, OZ Camera
Mit Jamie Gray kam ein
Engländer in die Runde, der aber seit ein paar Jahren in Hannover
lebt. Hoch interessant sein Song „Prima Belladonna“ im Stil
des Melancholiepop, mit Charme vorgetragen.
Auch OZ Camera aus Berlin
brachte einen völlig neuen Song mit, ein ebenfalls sehr melancholischer
Titel in der Machart einer melancholischen Ballade, sehr gefühlvoll.
Katharina Gade, Antje Zumbasen, Hans Fahling
Katharina Gade aus Bad
Segeberg erhielt für ihren deutschsprachigen Pop-Song, den sie mit
ihrer kräftigen, schönen Stimme intonierte, berechtigt sehr
viel Applaus und war der Publikumsliebling als Newcomerin der Runde –
mit ihrem großartigen Talent sollte ihr der Erfolg im Business sicher
sein!
Nach Berlin gerade zurückgekehrt, kam Antje
Zumbasen auf den 5.Stuhl und brachte ihren Song „This
Day“ mit, den sie vor 20 Jahren als ersten Song geschrieben hatte
– noch immer aktuell und schön! Viel Erfolg beim Neustart in
Berlin!
Hans
Fahling sagte von sich selbst, dass er sich sonst bei
seiner Band „Red Room Rotation“ gern hinter seinen beiden
hübschen Sängerinnen „versteckt“. Das hat er überhaupt
nicht nötig mit seiner eingängigen Stimme, seinem Gitarrenspiel
und seiner Aura – einfach wunderbar!
Den krönenden Abschluss des Abends machte auf dem 5. Stuhl die
stürmisch begrüßte McKinley
Black mit einem ihrer typischen McKinley-Songs –
man muss diese Künstlerin und ihre Songs nicht mehr kommentieren,
nur einfach GENIESSEN!
Der Abend war lang und wieder einmal großartig,
wie auch das Publikum feststellte:
„Na... es war wieder irre gut - einfach kaum in Worte zu kleiden.
Wir waren echt begeistert... es war so super ... einfach klasse Künstler...ob
Stephanie Hundertmark, Michy Reincke oder Michael Krebs ... na und nicht
zuletzt Tom Cunningham und die tollen Leute auf dem 5.Stuhl - sie waren
großartig. Wir können immer wieder erleben wie viele gute Künstler
in Deutschland auftreten, ohne mit D. Bohlen Verbindung zu haben. Also
es war Qualität und Anspruch. Tom - Dir noch ein Danke für den
deutschen Song - das hat uns sehr gefreut. Es ist schön zu erleben,
wie Du immer wieder Deine Klasse beweist, Du bist mit dem Herzen dabei
...das spürt man. Wir waren froh da gewesen zu sein... Danke! Eveline
und Diethard Fricke
Ein besonderer Dank geht an Dieter Ortlepp,
erstmals als Techniker dabei, der sehr professionell einen phantastischen
Sound machte!
Natürlich auch wieder ein herzliches Dankeschön an Uwe
und sein Team vom Rickenbacker´s!
Und nicht zu vergessen: es war wieder ein äußerst aufmerksames,
anspruchsvolles und mitgehendes Publikum an diesem Abend. So macht es
Künstlern wie Publikum eben am meisten Spaß - DANKE!
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